Donnerstag, 23. Februar 2017

Deutsch- Japanisches Austauschprogramm für junge Ehrenamtliche - Tag 10&11&12 in Kigami

Hallo ihr Lieben!

ich habe die letzten Einträge sehr vernachlässigt, möchte meinen Bericht zum Austauschprogramm aber doch noch zu Ende bringen. Ich knüpfe an meinen letzten Blog-Eintrag an und möchte von meiner Erfahrung mit meiner Gastfamilie erzählen! Nachdem wir also den Tag in der Grundschule von Iwate verbracht haben durften wir Abends unsere Gastfamilie kennen lernen. Ich hatte vorab keinen Kontakt zu meiner Familie gehabt und war sehr gespannt! Leider konnte es nicht die ganze Familie schaffen, sondern nur der Sohn Ryosuke wurde zusammen mit der Gastmutter von Christina, Akiko, gesendet. Akiko gibt zusätzlichen Englischunterricht in Kitagami, der Stadt in der meine Gastfamilie lebt, und hat Familien ihrer Schüler überzeugt bei dem Austauschprogramm mit zu machen. Da Kitagami eine ganze Ecke entfernt von Iwate liegt hat sie Christina, Helena und mich eingesammelt und der erste Abend wurde gemeinsam  mit allen bei Akiko verbracht, die ggf. auch mal übersetzen konnte. Aber wie gesagt, Ryosuke durfte ich schon vorher kennen lernen. Leider hat es zwischen uns so gar nicht gefunkt, er war ganz akward 16jähriger Junge und auch nicht besonders Offen und ich war zunächst etwas ängstlich wie das Wochenende werden würde. Ich war stark erkältet, hatte etwas Fieber und war auch schon ziemlich kaputt, und Ryosukes Unfähigkeit mir ins Gesicht zu sehen und einen Satz ohne Genuschel zu reden war nicht das was ich brauchte, vor allem da er der Einzige in meiner Familie war der ein bisschen Englisch konnte! Zum Glück haben sich meine Sorgen dann aber schnell zerschlagen als wir bei Akiko angekommen sind und ich den Rest meiner Familie kennen lernen
durfte! Der Papa Shunichi war definitiv Ryosukes Papa, aber die Mama Sachimi und die Tochter Kyoka waren Liebe auf den ersten Blick für mich! Beide super herzlich und super lieb, da macht die Sprachbarriere gar nicht so viel aus! Das gute Essen was es bei Akiko gab (zwei Arten jap. Curry, Salate, Käse, Obst, etc.), Helena & Christina, und die gute Stimmung haben ihr übriges getan um mein schlechtes Gefühl verfliegen zu lassen! Wir wurden an dem Abend auch noch in Yukata gesteckt (und ich konnte wieder meine Yukataskillz vorführen XD) und Helenas Gastschwester hat für uns auf ihrer Koto gespielt. Dann ging es zum Haus meiner Gasteltern, das wirklich sehr schick war. Viel Holz und sehr großzügig. Ich war aber einfach nur erledigt und es ging dann auch nur noch ins Bett für mich (ein Futon in Ryosukes Zimmer, der bei seinen Eltern unter gekommen ist).  Der nächste Tag war dann voll gepackt mit Erlebnissen! Nach einem Wahnsinns Frühstück von Sachimi (die einen großen Teil ihres Gemüses und Obst in ihrem Garten anbaut) ging es mit Sachimis Schwester Mikiko und ihren Kindern in den Esashi- Fujiwara Heritage Park. Leider konnte Kyoka nicht mit kommen, da sie für die Uni-Prüfungen lernen musste. Trotzdem war der Ausflug wirklich schön und die Sprachbarriere hat nicht viel gestört :) Nachdem wir den Vormittag im Park verbracht haben ging es Nachmittags in eine Aeon Mall für essen und damit ich meinen eigenen Namensstempel bekomme (da ich ja jetzt Teil der Familie war <3). Die Mall war auch super, weil ich da endlich (!!!) all das süße Zeug shoppen konnte, was sich in Tokyo vor mir versteckt hatte, und weil ich endlich DEN neuen Rucksack gefunden habe! (Mein einziges richtiges Shoppingziel in Japan waren Matcha-Süßkram und ein neuer Rucksack, weil der den ich mir bei meinem letzten Besuch in Japan gekauft hatte doch nach 5 Jahren Dauereinsatz laaangsam kaputt ging).
Dann wurde für das essen abends eingekauft, und es ging nach Hause fürs kochen! Neben Mimikos Mann und Kindern kamen noch zwei Freundinnen von Kyoka dazu. Kanna hat mir Kalligraphie gezeigt (natürlich musste ich auch ran) und es gab Tamaki-sushi und jede Menge leckere Kleinigkeiten! Der anstrengende Tag und leichtes Fieber machten dann auch das ich recht locker wurde und die Sprachbarriere nicht mehr viel ausmachte! Der Abend war so schön, das werde ich nie vergessen (und der Geschmack des Essens auf meiner Zunge sowieso nicht).
Der nächste Tag war dann auch schon der Letzte mit meiner Familie! Ryosuke hatte an diesem Tag einen englischen Redewettbewerb (wie gut er auf einmal englisch konnte wenn es alles auswendig gelernt war 8) )und folglich drehte sich doch alles etwas um den Wettbewerb. Nach dem nächsten unglaublich guten Frühstück ( T A T) hat mir Sashimi ein paar Fotoalben gezeigt (obwohl sie kaum Englisch konnte war das nicht einmal an dem Wochenende ein Problem) und es ging zum Wettbewerb! Da es aber sehr lange Wartezeiten gab, hat Mama Sachimi entschieden das Papa Shunichi soll Kyoka, Christina und mich zur nächsten Mall fährt damit wir ein paar Purikura machen! Eine Frau die Gold wert ist! Nach Ryosukes Rede war es auch schon wieder so weit, es ging zurück für uns nach Iwate! Da Ryosuke noch mehr Reden halten musste, konnte keiner von meiner Familie mitkommen. Für alle anderen gab es in Iwate noch eine kleine Abschiedsparty, ich hatte an meinem Tisch mehr essen für mich 8) Insgesamt war das Wochenende bei meiner Gastfamilie ein super Erlebnis! Das Einzige was ich bereue, ist nicht noch mehr Gastgeschenke mitgebracht zu haben. Mein Koffer war zwar zur Hälfte mit Geschenken gefüllt gewesen, aber meine Gastfamilie hat mich förmlich in Geschenken ertrinken lassen. Ich musste nur sagen das mir etwas ein bisschen gefällt und es war meins. Und wenn ich was abgelehnt hatte habe ich mich auch noch schlecht Gefühlt! AH! Also, bringt so viele Geschenke mit wie Möglich!!! Und habt keine Angst vor der Sprachbarriere, wenn beide Seiten es wollen wird es eine wundervolle Erfahrung! Meine Gastfamilie und ich schreiben uns immer mal wieder und ich glaube ihnen wenn sie mir sagen, das ich jederzeit bei ihnen willkommen bin <3

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