Mittwoch, 21. Oktober 2015

Deutsch- Japanisches Austauschprogramm für junge Ehrenamtliche - Tag 2 in Tokyo


Für mich begann Tag 2 erstmal mit einem leichten JetLag - um 05:00 Uhr war ich wach und der Schlaf wollte einfach nicht nochmal wieder kommen. Das Tagesprogramm startete aber erst gegen 09 Uhr. Also hab ich die Zeit genutzt und habe erstmal die nähere Umgebung erkundet! Das NYC liegt links neben dem Jojogpark, Shinjuku, Harajuku und Shibuya sind alle zu Fuß gut in Rund 20 Min zu erreichen gewesen. Ich hatte mich entschieden zunächst erstmal den Meijischrein im Jojogipark zu besuchen. Ein Eingang zu dem Schreingelände war ganz in der Nähe und besonders morgens ist die Stimmung wirklich ganz wundervoll! Der Schrein ist dem Kaiser Meiji und seiner Frau gewidmet, die einen großen Teil zu der Öffnung Japans beigetragen haben und den Grundstein für Japan als erfolgreiche Industrienation legten. Beide liebten Kultur und Natur und der Wald aus dem Schrein besteht darum aus Bäumen aus aller Welt, damit die Seelen des Kaisers und der Kaiserin einen inspirierenden Ort zum wandeln haben. Im Meijischrein habe ich auch per Wunschzettel um eine sichere Reise für uns gebeten und das hat ja auch ganz gut geklappt ^___^ Anschießend bin ich dann noch nach Harajuku und hab ein bisschen in der Takeshita-dōri geschnüffelt, um zu gucken welche Läden ich am freien Tag auf alle Fälle besuchen möchte ;)  Insgesamt tat der Spaziergang wirklich gut und es war auf alle Fälle besser als im Bett rumzugammeln. Ich war auch pünktlich wieder zur vereinbarten Weckzeit im NYC, leider war Mathes aber etwas zu früh dran gewesen und hatte mit dem klopfen an meiner Tür schon den ganzen Flur geweckt :'D Immerhin waren dann alle wach, so dass wir dann fast geschlossen im Restaurant "Sakura" essen konnten. Das Restaurant war eine der vier Möglichkeiten im NYC zu essen und befindet sich im obersten Stockwerk. Von da aus hatte man eine prächtige Aussicht auf Tokyo und das japanische Frühstück war wirklich lecker ^,^ Das Programm an dem Tag startete mit einem Vortrag über die Angebote vom National Institution for Youth Education (NIYE), sowie über das Bildungssystem in Japan. und Gott, war dieser Vortrag eine Qual!!! Vorstellungen von Institutionen sind meistens schon recht langweilig, dieser war äußerst  Kleinteilig (NIYE organisiert den Austausch auf japanischer Seite, deswegen soviel geblubber dazu) und durch die nötige Übersetzung durch die Dolmetscherin wird jeder Vortrag dreifach länger. Jetzt rächte sich natürlich der wenige Schlaf und das Augen offen halten war fast unmöglich. Immerhin ging es dem Rest des Raumes genauso :)
Mittags gab es ein kleines Begrüßungsmittagessen mit weiteren Mitarbeitern von NIYE. Leider hatte der Raum ein bisschen Abstellkammer feeling und es passten nur gerade so alle rein, die Mitarbeiter waren aber alle sehr freundlich und es war interessant ein bisschen mehr im persönlichen Gespräch über NIYE und die Austauschprogramme zu erfahren. Die meisten Austauschprogramme in Japan sind mit anderen asiatischen Ländern, viele auch in denen Japan Kriegsverbrechen begangen hat. Durch den Austausch sollen auf beiden seiten Vorurteile abgebaut werden um ein besseres Miteinander zu schaffen. Deutschland ist das einzige Land in Europa mit dem über NIYE ein Jugendaustausch organisiert wird. Neben solchen Themen wurde aber vor allem eines gemacht: endlich unser portables W-Lan erfolgreich zum laufen gebracht! Wir haben uns als Gruppe für die Dauer des Aufenthaltes ein portables W-Lan in Japan geliehen mit dem bis zu 15 Personen mit Internet versorgt werden konnten. Für so viele Personen kostet das ganze nicht viel (~10 EUR pro Nase), wenn man das als einzelne Person möchte ist es aber recht teuer :/ Bestellen kann man das ganze problemlos vorher per Internet zu dem Hotel in dem man sich aufhält und hinterher wirft man das wieder in einen Umschlag in die Post - super praktisch!
Bild: Nicolai Oberthür
Anschließend ging es in die zweite Vortragshöllenrunde, diesmal mit dem Thema "Gesellschaftliche Partizipation junger Menschen in Japan". Neben dem dritten Mal erklärungen zum japanischen Schulsystem war dieser Vortrag schon deutlich interessanter! Er befasste sich auch viel mit der japanischen Mentalität und wie und warum deswegen Ehrenamt in Japan so aussieht wie es aussieht! Wären wir alle etwas fitter gewesen hätten wir hier vllt schon ein paar Erkenntnisse mitnehmen können die uns die nächsten Tage etwas leichter gemacht hätten. So saßen wir aber alle da, waren geschafft, am wegpennen und gleichzeitig hatten wir Ameisen im Hintern weil wird ENDLICH etwas von Japan sehen wollten, ganz auf eigene Faust! Außer mir hatte keiner den Morgen genutzt um noch etwas umherzustreifen, dem entsprechen wollten jetzt alle nur noch raus. Aber halt, Stop, das ging leider nicht! Tokyo konnten wir uns auch nach der Vortragshölle noch nicht gönnen, den die nächsten Tage mussten besprochen werden und unsere Aufführung für die Begrüßung der Japaner am nächsten Tag geübt werden. Das war echt nicht leicht und für mich glaube ich der schlimmste Tag und die härteste Geduldsprobe! Aber irgendwann gegen 21 Uhr war wir endlich mit allem durch und FREI! Ich hab mir ein paar von den süßen Mädels geschnappt und ab nach Shibuya geschleppt! Zu unserem Glück hatte der Disneystore noch auf und da ging dann endlich etwas Frustshoppen! Ich liebe den Disneystore in Shibuya, der ist einfach traumhaft und hat auch immer ein paar gute Angebot! Natürlich ging es danach noch zur berühmten Shibuyakreuzung, Hachiko besuchen! Anschließend ging es dann Puricura machen und in das Ichiran, der beste Tonkotsu Ramenshop in Shibuyas! Und das ganz zufällig, aber Gott, war das lecker! Ich Träume heute noch von! Glücklich und vollgefressen sind wir dann zurück getaumelt und ich für meinen Teil bin dann doch gut glücklich ins Bett gefallen ;)







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