Mittwoch, 21. Oktober 2015

Deutsch- Japanisches Austauschprogramm für junge Ehrenamtliche - Tag 3 in Tokyo

Foto: Nicolai Oberthür
Der dritte Tag in Tokyo begann mit einem Besuch bei dem gemeinnützigen Verein "Kids Door". Der Verein versucht Kinderarmut in Japan zu bekämpfen in dem sie Graits Nachhilfeunterricht, wie er in den sehr teuren Paukschulen angeboten wird, geben. Die Philosophie der Schul ist: "Hat man einen guten Abschluss verdient man mehr Geld und die eigenen Kinder haben Zugang zu besserer Bildung. Der Teufelskreislauf von geringen Einkommen und niedrigerer Bildung soll durchbrochen werden!". Besonders alleinstehende Mütter haben es in Japan sehr sehr schwer einen gut bezahlten Job zu bekommen und müssen sich oft mit Minijobs, zum Beispiel im Konbini, über Wasser halten. Das wird zu einem immer größer werdenen Problem in Japan. Die Kinderarmutsquote liegt bei 16,3%, die Kinderarmut bei Alleinerziehenden bei ganzen 54,6%. Die Lehrer bei Kid's Door sind fast alle Studenten die diesem Ehrenamt nachgehen. Ein paar von Ihnen durften wir kennen lernen. Sie haben uns ein bisschen von ihren Motivationen erzählt, aber auch von vielen Problemen die sie haben. Bei vielen sagen Familie und Freunde das sie mit ihrem Ehrenamt aufhören sollen, weil sie in den Paukschulen für die gleiche Arbeit viel Geld verdienen könnten. Trotzdem machen sie weiter, weil sie sehen das ihre Arbeit wertvoll ist. Insgesamt war der Besuch bei Kid's Door sehr spannend und beeindruckend und hat einen noch einmal ei bisschen die Augen für die Schwierigkeiten, besonders für das ausführen von Ehrenamt, in Japan bestehen.Anschließend hatten wir ein bisschen Freizeit. Da sich das Kid's Door Büro im Osten von Tokyo befand war es nur ein Katzensprung nach Akiharaba! Eric, Tobi und Helena gefielen meine Pläne und sind mit mir gekommen in das erste Maid Cafe das wir gesehen haben ;)

     
Unsere Maid war wirklich Zucker und wir hatten viel Spaß (wir waren in einer Filiale von MaiDreamin). Natürlich ist das maid Cafe immer eine etwas teurere Erfahrung (mit vielen Regeln, damit man auch ja genügend ausgibt!) aber man sollte es auf alle Fälle mal gemacht haben! Diese Mischung aus Ranz, schlechtem Geschmack und kawaii Magic ist schon etwas ganz besonderes! Nyan Nyan MoeMoe Pyaaaaaoon!
Anschließend haben wir noch etwas Otakushopping gemacht (Tobi hat mir eine tolle Sheryl Nome weggekauft, ich ihm aber auch eine!) und ich hatte den Schock meines Lebens! Ich dachte kurz wirklich, mein Portmonaie wäre geklaut worden! Aber mein handy war noch da, warum sollte jemand nicht beides klauen? Tatsächlich hatte ich es im Maid Café liegen lassen und die Maids haben die dumme Hime-sama ausgelacht xD Also alles nochmal gut gegangen ^,^"
Bild: Nicolai Oberthür
Dann mussten wir auch schon wieder zurück zum NYC, denn an diesem Abend würden wir die japanische Delegation kennen lernen! Da habe ich mich schon sehr drauf gefreut, und das vollkommen zurecht!
Wir waren in einem großen Saal und haben zum kennen lernen ein paar Spiele gespielt. das ist wirklich ein gutes Mittel um das Eis zu brechen, besonders wenn es auch eine Sprachbarriere gibt. Natürlich wurden auch viele Reden gehalten. Abends gab es dann ein gemeinsames Essen, die Japaner haben uns typisch japanische Kinderspiele vorgestellt und wir haben unsere Märchenvorstellung gegeben. Das alles war sehr strikt durchgeplant, zum richtig freien Reden ist man kaum gekommen. Aber die Idee des gemeinsamen anschließenden Karaokebar besuches konnte ich in die Köpfe bringen und tatsächlich sind ein paar von uns anschließend dann noch losgezogen! Wir Deutschen haben dann auch ganz schön abgerockt un der Karaokebar, mit tanzen und mitgröhlen und allem drum und dran! Die meisten unserer japanischen Begleiter haben auch kräftig mitgefeiert und der Abend wird mir immer als perfekt in Erinnerung bleiben! Ich weiß gar nicht mehr wann genau wir zurück waren, wir haben wohl noch gerade so eine der letzten Bahnen bekommen und dann bin ich für meinen Teil nur noch ins Bett gefallen.



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